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Spass, Sport und ein erster Hauch des nahenden Sommers Drucken
Geschrieben von Ueli Zoss   
Dienstag, 27. April 2010

Tages-Anzeiger (26.04.2010)

Spass, Sport und ein erster Hauch des nahenden Sommers

In Scharen strömten die Horgner am Samstag zur Saisoneröffnung. Viele waren mit den Spielern verwandt, befreundet oder bekannt.

Horgen - Die Wassertemperaturen im geheizten Becken des Sportbads Käpfnach in Horgen betragen am Samstag schon frühsommerliche 22 Grad. Die Badi geht zwar erst am 1. Mai auf - doch trotzdem bevölkern an die 200 Zuschauer das Areal. Sie haben sich zur Saisonpremiere des SC Horgen eingefunden. Der grosse Aufmarsch beweist: Horgen ist und bleibt - was den Sport anbelangt - eine Wasserballhochburg. Unter den Anwesenden herrscht eine aufgeräumte Stimmung. Das schöne Wetter verbreitet erste Sommergefühle.

«Wir sind gekommen, um unsere Tochter Erika spielen zu sehen», sagt Walter Brunner (Horgen). «Ich drücke ihr fest die Daumen», ergänzt Mutter Monika Brunner. Auch Erikas Freund Patrik Jäger wird das Horgner Frauenteam anfeuern.

Jeder ist gefordert

Erika Brunner und ihre Mitspielerinnen sind am Vormittag eingetroffen und haben für die Zuschauer und Zuschauerinnen den Apéro mit allerlei Häppchen und Tranksame vorbereitet. Nun kämpfen sie im Wasser im Spitzenkampf gegen Genève Natation um die Tabellenführung.

«Schüss, Erika!», ruft Patrik Jäger kurz vor Schluss der Partie. Gesagt, getan. Erika Brunner trifft zum finalen 13:11. «Wir wollen wieder Meisterinnen werden», sagt die Primarlehrerin nach dem Spiel. Seit zehn Jahren spielt sie für Horgen. Zu allen bisher drei gewonnenen Meisterschaften des Frauenteams hat sie ihren Anteil geleistet. Weitere Eltern der Spielerinnen haben sich mittlerweile eingefunden. «Der Match gegen Genf war spannend, es brauchte eine Top-Leistung für den Sieg», sagten Albert und Erika Knobel aus Hirzel. Ihre besondere Aufmerksamkeit galt Tochter Nadia, die Spielerin mit der Nummer 6 beim SC Horgen. Inmitten des wie immer fachkundigen Publikums befinden sich ebenso der Thalwiler Simon Klöti und der Schönenberger Joel Stingelin. Die beiden Gymnasiasten sichern ihre Unterstützung Vesselina Velikova zu. Die Horgner Teamstütze ist eine Mitschülerin ihrer Klasse. «Wir haben ihr versprochen, mal ein Spiel von ihr anzuschauen», sagt Simon. «Ich gehe sonst nicht unbedingt zum Wasserball», meint Joel, der aber auch eine Wassersportart ausübt. Er spielt Unterwasserrugby. Später ist auch Stefan Velikov, der Bruder von Vesselina, mit dem Männerteam im Einsatz. Der SC Horgen gewinnt erneut, mit 17:8 gegen Basel.

Nur der Präsident fehlte

Claudio Curiger, verantwortlich für Marketing und Sponsoring beim 29-fachen Rekordmeister, ist nicht nur mit der sportlichen Ausbeute zufrieden. Die ganze Saisoneröffnung sei ein Erfolg, und er wirft den Grill an. Einziger Wermutstropfen: Franz Blankl, der neue Präsident des Vereins, ist nicht da. Sein auf gestern (Sonntag) gebuchter Flug in die USA wurde wegen der Vulkanasche von Eyjafjalla um 48 Stunden vorverschoben.

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 27. April 2010 )
 
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