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Zürichsee-Zeitung (15.02.2010) Ernüchterung gegen LuganoIn Genf bezwang Horgen die Gastgeber 15:12. Gegen das favorisierte Lugano setzte es dann eine deutliche 6:18-Schlappe ab. Die Gastgeber hatten sich viel vorgenommen und wollten gegen Horgen unbedingt punkten. Die Partie begann seitens der übermotivierten Genfer überaus gehässig und Lukasz Kieloch, Horgens bester Spieler, wurde durch einen Genfer Spieler gleich zu Beginn der Partie verletzt. Er spielte zwar noch weiter, musste sich dann aber am Abend in Spitalpflege begeben. Horgen liess sich durch die harte Gangart jedoch nicht beeindrucken und antwortete gleich im ersten Viertel mit einem 4:1-Vorsprung auf die Attacken. In der Folge gestaltete sich die Partie äusserst ausgeglichen. Alle drei Viertel endeten danach unentschieden, sodass Horgen seinen 3-Tore-Vorsprung aus dem ersten Viertel in Trockene bringen konnte.
Während der 15:12-Auswärtssieg gegen Genf als Erfolg gewertet werden darf, kam einen Tag später mit der 6:18-Niederlage gegen Lugano die grosse Ernüchterung. Dabei war es nicht einmal die hohe Niederlage, die überraschte, sondern die Tatsache, dass sich Horgen aufgrund des sehr schmalen Kaders keine Ausfälle in den eigenen Reihen leisten konnte. Nach der rüden Attacke im Spiel gegen Genf musste Kieloch mit Verdacht auf einen Trommelfell-Riss gegen Lugano Forfait geben. Auch Lugano mit einem Ausfall Dies hinterliess bei den Zürchern eine grosse Lücke, welche nicht wettzumachen war. Auf der anderen Seite mussten die Tessiner auf den gesperrten Top-Spieler Marino verzichten. Trotzdem schalteten und walteten die Tessiner, wie es ihnen beliebte. Nachdem Lugano am Samstag bereits Meisterschafts-Favorit Kreuzlingen deklassierte, ahnte man im Horgner Lager vor der Partie gegen die Tessiner nichts Gutes. Die Zürcher konnten denn auch nur im ersten Viertel mithalten und mussten sich in der Folge mit der Rolle des Sparring-Partners begnügen. Das Verdikt war ernüchternd. Das 6:18-Endresultat sagt alles. Lugano darf zu Recht als der grosse Favorit auf den Meistertitel genannt werden. Nationalliga A Genf - Horgen 12:15 (1:4, 4:4, 5:5, 2:2) Strafen: 10 gegen Horgen; 13 gegen Genf. Horgen: Bjelajac, Wiederkehr, Kieloch (3), Galijas (4), Gyalpo (1), Fröhli (2), Kiss (1), Velikov (1), Fischl (2), Caleta (1). Horgen - Lugano 6:18 (2:3, 1:6, 2:3, 1:6) Strafen: je 10. Horgen: Bjelajac, Wiederkehr, Galijas, Gyalpo, Fröhli, Kiss (1), Velikov (1), Fischl (2), Caleta (2). |