Wasserball Final: Horgen holt das Break gegen Lugano

Die Horgner Wasserballer haben im dritten Spiel des Play Offs Final gegen Lugano das Beak geholt und stehen vor dem Gewinn des 30. Meistertitels. Die Seebuebe, die ohne den verletzten Linkshänder Kevin Müller antreten mussten, begannen das Spiel auswärts im Lido Lugano unspektakulär und es stand nach Toren von Kiss nach dem 1. Viertel 2:2 Unentschieden. Danach riss bei den Horgnern der Faden und nichts wollte mehr gelingen. Die Ticinesi nutzen die unkonzentrierte Spielweise und zogen im dritten Viertel Tor um Tor bis zur Spielmitte mit 5:2 davon. Im Gegensatz zu den vorherigen Partien gab es weniger Ausschlüsse und das Spiel dümpelte vor sich hin. Einziges Spektakel war einmal mehr die brutalen Tätlichkeiten des Luganesi Marino, der wiederholt in der Serie mit unfairen – und vor allem von den Schiedsrichtern ungeahndeten - Attacken auf sich aufmerksam machte. Auch nach Ende des 3. Viertels, bei Stand von 8:4 sprach nichts für die Linksufrigen, dass die Partie noch gewendet werden kann. Doch plötzlich ging ein Ruck durch das Team von Coach Kieloch. Die Torschüsse wurden präziser und Lugano verliess das Glück. Horgen hatte wieder Selbstvertrauen und nutzte das Momentum rigoros aus. Dank Toren von Velikov und drei Mal hintereinander Captain Fröhli hiess es auf einmal 8:8 Unentschieden. Schon wie in den Halbfinals und dem 2. Finalspiel musste ein Penaltyschiessen den Sieger ausmachen. Und auch dieses Mal machte der fast unbezwingbare Pentaltykiller Petricevic den Unterschied aus und sicherte dank zwei souveränen Paraden den Seebuebe den Sieg und das wichtige Break.

Nach acht Jahren Durstrecke könnten am Dienstagabend die Horgner wieder Wasserball-Schweizermeister werden. Dies wäre der 30. Titel des Vereins und ein Meilenstein in der Club- und Schweizer Wasserballgeschichte. Dafür müssen die Horgner aber nochmals eine Herkules-Leistung zeigen. Die Luganesi sind noch nicht abzuschreiben und die Begegnungen war stets auf Augenhöhe und ausgeglichen. Der wichtige Unterschied könnte das Horgner Heimpublikum ausmachen. Mit einem lautstarken Publikum im Rücken, kann das Team zu Höchstleistungen angetrieben werden.

 Luca Petricevic Lugano

NLA Wasserball Play Off Final, Spiel 3 (Best of five)
Samstag, 25. Juli 2015, 20.45 Uhr, Lido Lugano
Lugano NPS – SC Horgen
10:12 n.P
Viertelsresultate: 2:2, 5:2, 8:4, 8:8
Horgen: Petricevic, Czigany (2 Tore), Miskovic, Fröhli (4), Kiss (3), Rek, Velikov (1), Müller L (1)., Bjelajac (1), Kern, Caleta, Ertopuz; K. Müller verletzt

NLA Wasserball Play Off Final , Spiel 4 (Best of five)
Dienstag, 28. Juli 2015, 20.00 Uhr, Sportbad Käpfnach Horgen
SC Horgen – Lugano NPS

 

NLA: Horgen gewinnt die zweite Finalpartie gegen Lugano

Im Penaltyschiessen gewann Horgen gestern die zweite Finalpartie gegen Lugano 15:14. Den Sieg verdanken die Horgner ihrem Goalie Petricevic, der wieder eine Glanzleistung zeigte.

Die zahlreichen Fans des SC Horgen erlebten gestern – wie schon im ersten Heimspiel der Halbfinalserie gegen Kreuzlingen – einen Krimi. Denn ihre Mannschaft konnte sich wiederum erst im Penaltyschiessen durchsetzen. Die Erleichterung über den 15:14-Sieg war riesig. Denn hätte Lugano gewonnen, wäre Horgen in der Best-of-5-Serie um den Meistertitel 0:2 in Rückstand geraten.
Als Matchwinner durfte sich Luka Petricevic feiern lassen. Einmal mehr wuchs der Horgner Torhüter über sich hinaus. Er sorgte mit starken Paraden dafür, dass sein Team das Penaltyschiessen erreichte. Und in diesem parierte der Kroate den siebten Wurf der Luganesi, womit er für die Entscheidung sorgte. Nachdem beide Teams bei je fünf Versuchen einen vergeben hatten, war die Spannung enorm angestiegen. Doch Petricevic behielt letztlich die Nerven.
Horgen Kreuzlingen 1HF 15129

Zur Pause hatten die Zuschauer nicht damit gerechnet, dass sich Horgen den Sieg derart erzittern müsste. Die Partie begann zwar ausgeglichen, aber die Einheimischen konnten – angetrieben vom Publikum – rasch einen Zacken zulegen und in Führung gehen. Nach dem ersten Viertel lagen sie mit einem Treffer (4:3) vorne. Danach bauten sie ihren Vorsprung gar auf 7:4 aus. Den Horgnern gelangen dabei schön herausgespielte Tore. Auch Leo Müller, der sich in der ersten Finalpartie verletzt hatte, traf einmal. Bis Spielmitte war Horgen die klar überlegene Mannschaft.
Danach baute das Team von Trainer Kieloch jedoch entgegen aller Erwartungen ab. Etliche hochkarätige Torchancen wurden vergeben. Lugano fand zunehmend besser in die Partie und bekam Aufwind. Und dies, obwohl die Tessiner sogar ohne Topspieler Marino agieren mussten, da dieser nach drei schweren Fehlern ausschied. Davon konnte Horgen jedoch nicht profitieren. Die Gäste drehten die Partie und führten gegen Spielende gar 9:8. Kiss glückte 30 Sekunden vor dem Abpfiff aber noch der Ausgleich.

NLA, PLAYOFF-FINAL
2. Runde:
Horgen – Lugano 15:14 n.P. (4:3, 3:1, 0:2, 2:3)
Käpfnach. 500 Zuschauer. SR Castrilli/Brugarolas. – Strafen: 13 gegen Horgen, 12 gegen Lugano. – Horgen: Petricevic; Czigany (4), Kevin Müller (1), Fröhli, Kiss (3), Velikov (2), Leo Müller (1), Bjelajac (3), Caleta (1). – Lugano: Maksimovic; Graziani (3), Zanola, Dusan Radivojevic (3), Knijnenburg, Hutten (2), Bortone (4), Marino (1), El Mehrek (1).

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